Moskau, Stoleshnikov Lane, 12 s. 3
Tel. +7(495) 502-94-30
Ausführliche Kontaktdaten

Image der Stoleschnikow Gasse

Es ist doch wohl bekannt, wenn ein Gast in eine laermige Hauptstadt ankommt, er kann sich verlieren und aufgeschmissen sein. Aber nicht in dem Fall, wenn er sich im Voraus „den Weg mit einer Decke belegt hat“… Jeden Tag empfaengt Moskau Gaeste, deshalb sind seine gastfreundlichen Hotels ueberall in der Stadt platziert. Aber echt gemutliche und bequeme Plaetzchen gibt es wenig. Wollen wir uns uber die Gastfreundschaft „mit der Geschichte» sprechen.

 

Nicht selten beim, Abschied von einem laestigen Reisebegleiter seufzt man ihm nach: „Beleg den Weg mit einer Tischdecke! (der Sinn dieses russischen Sprichwortes ist:geh schnell weg von mir)“ Und ganz anders ist es, wenn man „den Weg mit eine Tischdecke“ einem Reisenden wuenscht. Damit wird ein Amulett ihm angeblich ausgehaendigt , das alle Hindernisse aufseinem Weg beseitigt, und bei der Ankuft Freundlichkeit, Gastlichkeit und Gastfreundschaft der Gastgeber gewaehrleistet.

Wir haben naturlich nicht zufaelig begonnen ueber Tischdecken zu sprechen, weil unser „mit einer Tischdecke belegter Weg“ gerade zur Stoleschnikow Gasse fuehrt. Bis zum 17. Jahrhundert haben dort die Weber gewohnt, die Tischdecken (Stoleschniki – auf Altrussisch) fuer den Zarenhof geliefert haben. Der Name der Gasse stammt davon. In dieser Strasse hat man nicht gehandelt, hier mit wenegen Leuten war es gemutlich und gruen. Eben das wahrscheinlich haben die Fuersten Dolgorukows, Trubetskoys und Kozlowskys in der Stoleschnikow Gasse geliebt. Im 18. Jahrhundert haben sie die Repraesentanten des Hochadels hier etabliert: ihre Besitztuemer haben aus steinpalaesten (Kammern) bestanden, die in der Gruene der Gaerten versunken waren.

Nicht alle von ihnen sind erhalten geblieben, aber das alteste Gebaude der Gasse, die Steinkammer des 18. Jahrhunderts) kann man noch heute sehen. Wollen wir uns mal den Hof vom Haus Nr. 9 anschauen (das ist die beruehmteste und populaerste Adresse hier). In frueheren Zeiten waren die Kammer umgebaut, als Ergebnis erschien hier das Besitztum von Jean Lameral, einem weltberuehmten und besten Moskauer Tanzlehrer. Spaeter hat Dmitriy Iwanowitsch Nikiforow, Reprausentant der Hauptstadtaristokratie, Geschichtsforscher,  Fahmann fuer Moskauwesen und Alteingesessener der Stadt, den linken Teil von seinem Besitztum angeschafft. Dort hat er ein Mietwohnhaus gebaut, wo der beruhmte Bewohner, Onkel Gilay, gewohnt hat, dessen Namen jeder natuerlich gehoert hat, der wenigstens einmal in der Hauptstadt gewesen war. Der Meister aphoristischer, stacheliger Improvisationen und admirabler Essays uber Moskau — Wladimir Gilarowsky hat seit 1889 bis zum 1935 gerade in dem Haus im zweiten Stockwerk gewohnt. Man sagt, die Wohnungstueren von Gilarowskys waren nie zugemacht. Ihre gastfreundliche Wohnung hat „das ganze Moskau“ besucht.

Wenn wir an die Geschichte der Gastfreundschaft von dieser Stelle denken, muessen wir uns noch auf die zweite Haelfte der ehemaligen Besitztuemer von Lameral aufmerksam machen. Ihr rechter Teil ist zum Eigentum von einer Familie der Weinhandler geworden. Dort war ein Mietwohnhaus von O.P. Lewe und eines der besten Weingeschaefte in Mosckau vor der Oktoberrevolution (jetzt ist es Haus Nr. 7). gebaut. Fachleute behaupten, Feinschmecker der Hauptstadt und die, wer zu Mittagessen gern gesehene Gaeste eingeladen hat, haben den Wein eben in den Kellern von Lewe zu kaufen bevorzugt, die in der Stoleschki platziert waren (ueberreichliche Speisung ist eine traditionelle Gastfreundschaftsbezeugung.

Uebrigens mit der Aufrechterhaltung der Traditionen in der Industrie der Gastfreundschaft beschaeftigt man sich gerade hier in der Stoleschnikow Gasse professionell. Wollen wir zum Haus Nr. 11 gehen. Das Haus wird zu Recht als architektonische Merkwuerdigkeit und eins der ausdrucksvollsten Gebauede angesehen. Geschichtsforscher meinen, das der Baumeister Bogomolow dieses Haus fuer die Familie Kasarsinkin gebaut hat, und heute ist hier die Hauptquartier von GAO „Moskva“ platziert. So die Spezialisten dieser wuredigen Organisation sind gerade fuer die Entwicklung des ganzen Hoteltouristikkomplexes der Stadt zustaendig. Hier — buchstaeblich zum Greifen nahe — im Hause Nr. 12, Bau 3. liegt ein kleines gemuetliches Hotel „Akvarel“. Die Gaeste werden hier in den besten Traditionen der Gastfreundschaft empfangen. Im Hotel gibt es insgesamt 23 Zimmer individueller Raumeinteilung, originelle Raumgestaltung, angenehme Atmosphaere und alles, was man braucht, um die Zeit in der Hauptstadt komfortabel und nutzlich zu verbringen.

 Morgens, nach dem Geniessen einer aromatischen Tasse Kaffe, ist es so angenehm den Strassendamm einer der aeltesten Moskauer Gassen zu betreten, wo man beim Umblicken ploetzlich sehen kann, wie ein Mann im Kostuem von Piero aus dem Nachbarhaus mit dem tief geschminken weissen Gesicht ausgeht und in die Richtung von Petrows Linien ausbricht… Und stellen Sie sich Mal vor, es war so in fruehen Zeiten: aus dem Hotel „Marceille“ (Haus Nr.15) ist Alexander Wertinsky Richtung Theater ausgegangen. Nach den Bescheinigungen von Augenzeugen war der schmachtende Ausgang des Idols in einem Kostuem und in der kompletten Schminke von einer Menge exaltierter Bewundererinnen begleitet. Heute wuerde man das als eine bizarre Skizze, ein Reim zu dem heutigen Glamour von Stoleschnikow ansehen… Heute liegen hier praechtige Geschaefte von den weltberuehmten Warenmarken. Der Charme vom Wohlsein, der Schick und die Respektabilitaet ihrer Schaufenster intrigieren nicht weniger als schmachtende Spaziergaenge von Wertinsky zu seiner Zeit.
Es scheint so, dass alles in den attraktiven Dekorationen der Stoleschnikow Gasse auch heute moeglich ist! Hier, wo einmal Weber gewohnt haben, die Tischdecken fuer Zaren geliefert haben; wo Gaerten geblueht haben; wo Puschkin den Baratynsky zu Gast besucht hat, Chechow mit Tolstoy zu Gilarowsky spaziert haben; Rubinstein jeden Tag in den Dienst gegangen ist und mit Wagner zusammen vierhaendig musiziert hat; hier ist alles in der Verflechtung von Geschichten, Namen, Ereignissen und Zeiten moeglich.
Nur das Einzige ist eventuell nicht moeglich. Das ist die Verletzung vom Kodex der Gastfreundschaft der Hauptstadt. Die Gastfreundschaft und Freundlichkeit sind buchstaeblich testamentarisch von jedem hinterlassen, der hier bevor uns gewohnt hat. Wenn Sie sich nach Moskau auf die Dienstreise bereit machen, erinnern Sie sich daran, dass der erste Punkt von diesem Kodex eben dieses alte Wunsch- Amulett "den Weg wie eine Tischdecke“ fuer jeden Reisenden ist, der aufbricht. Herrzlich willkommen! Der Bestimmungsort  ist Stoleschnikow.

 
 
2011 © Hotel «Akvarel»   |   Moskau, Stoleshnikov Lane, 12 s. 3   |   Ausführliche Kontaktdaten    |   Regeln